Buchprojekt

Das Buchprojekt beschreibt eine Reise zum Buch. Alles wird hier festgelegt ... mein Buch beginnt hier zu leben. Ihr könnt hier mitverfolgen, wie ein Buch entsteht. Alle Inspirationsquellen werden offen gelegt sowie auch Teile ausformuliert. Ihr seid dazu eingeladen mitzumachen. Ich bin für jede Anregung oder Kritik zum Buchprojekt oder Buch dankbar. Schreibt einfach, wenn Euch etwas gefällt, etwas missfällt oder ihr eine coole Idee habt, wie man dieses Buchprojekt weiter entwickeln kann. Auf ein spannendendes Buch!

Jahresende

Nun ist das Ende des Jahres nah und ich beginne darüber nachzudenken. Jedes Jahr das Gleiche - und doch wieder anders. In einem Jahr saß ich mit einer Gruppe von Freunden vor dem Kamin in einer Hütte mitten in Frankreich und habe in ein Büchlein geschrieben, in das ich immer etwas geschrieben habe, wenn mir gerade danach war oder wenn ich mich einsam gefühlt habe. Überhaupt ist es manchmal ganz schön einsam unter den Menschen - eigentlich fast immer nur unter den Menschen. Sie können sehr grausam sein und einen verletzen oder sie sind unendlich warmherzich und lassen einen das Herz höher schlagen. Ich brauche nur meinen lieben Freund umarmen und die Wärme seines Herzens spüren, schon vergesse ich allen Groll auf die Welt...
Doch dann gibt es wieder die Situtaionen, in denen man unter einem Haufen von Menschen ist und eigentlich mit niemanden etwas zu tun hat. Man stellt fest, dass man nur ein kleines Licht unter den Menschen ist, für das sich eigentlich keiner interessiert - zumindest nicht wirklich. Zwar werden immer wieder Fragen nach dem Wohlbefinden gestellt. Wenn man dann aber ehrlich antwortet, wird man nur verstört angeschaut und die Menschen wenden sich vielfach ab. Ja, es ist eine Jammerei, aber das eigene Leben besteht nicht nur aus der "Bright side of life". Häufig gibt es Rückschläge. Häufig geschieht nicht alles so wie man es sich vorstellt. Häufig fühlt man sich einfach beschissen. Aber all dies darf man den Menschen nicht zeigen, wenn man nicht will, dass sie sich abwenden. Na ja, so ist das also ein Teufelskreis. Erst fühlt man sich schlecht, weil etwas nicht so geklappt hat, wie man es sich vorgestellt hat, dann will man davon jemanden erzählen, weil dies vieles einfacher macht und man selbst die Situation sinnvoll reflektieren kann. Erzählt man aber jemanden davon, so wendet sich derjenige ab, weil er nicht mit jemanden deprimierten zu tun haben will und dadurch, dass sich Menschen abwenden, fühlt man sich verstoßen, einsam und noch trauriger... ach ja, da beginnt der Kreislauf von Neuem. Was in dieser Situation wirklich gut tut, ist ein Becher heißer Schokolade oder Tee und ein Drücken von meinem lieben Freund....

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Blick auf die Gesellschaft

Vor zwei Tagen saß ich im Zuch von München zu meinen Eltern und las im Bahnmagazin von einem Mobilfilmfestival mit Kurzfilmen, die per Handy gedreht werden und die max. 60 sek lang sind. Ich war sogleich Feuer und Flamme für die Kurzfilme und probierte ein wenige mit meiner Handykamera herum. Man glaubt gar nicht wie zittrig das ganze wird - werd die Filme wohl nicht einfach so drehen können, sondern auf den Computer hochladen und dort schneiden müssen. Dann hab ich darüber nachgedacht, was man so in 60 sek darstellen kann - was würde mich selbst interessieren. Zunächst fiel mir nur ein, dass ich zeigen könnte wie ein Kunstwerk entsteht. Dann dachte ich an Bangkok und Angkor Watt, die ich demnächst besuchen werden - an kleine Guides. Man könnte etwas mit Geschichte hinterlegen. Sogleich übertrug ich die Idee auf München - kleine Tourguides durch München - sozusagen ein kurzer Abriss, was einen in der Stadt erwarten kann. Hab gleich dazu festgestellt, dass ich max. 5 Szenen a 10 sek zeigen kann oder wohl besser sind 3 a 15 sek + Vorspann und Abspann.
Innerhalb dieser ganzen Überlegungen fiel mir auf, wie häufig ich mich in Szene setzte oder meine Neugier befriedigen wollte - auch Kurz-Dokus a la "Sendung mit der Maus" (http://www.sendungmitdermaus.de/) kamen mir in den Sinn. Doch bei alledem fehlte mir irgendwie der Bezug zu meinem Selbstverständnis als Künstlerin, dass ich als ein Spiegel der Gesellschaft funktionieren müsse. Betroffen von dieser Erkenntnis kramte ich alle meine Ideen für Bilder oder bereits fertige Bilder oder Geschichten aus meinem Gedächtnis hervor und erkannte immer wieder meine Stimmungen, meine Gefühle, meine Hilfeschreie, aber eben immer nur meine. Klar, wenn ich der Gesellschaft einen Spiegel vorhalte, ist das natürlich auch wieder meine Sicht auf die Dinge, aber eben auf externe Dinge und nicht nur mich selbst. Warum schreibe ich nicht mal über Bildung oder male darüber - das Thema interessiert mich, ich halte es für den Schlüssel des "Erfolgs" einer Gesellschaft und da läuft wahrlich nicht alles optimal, auch wenn schon viel davon gesprochen wurde. Aber häufig eben nur gesprochen, ohne in die Tat umgesetzt zu werden. Ich glaube, es gibt eine gute Basis für ein Bild... oder für den Rahmen einer Geschichte.

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Powerpoint Karaoke

Eigentlich hatte ich ja versprochen, dass ich das nächste Mal einen Streifzug durch die weiß-blaue Welt von Google ziehen würde, um noch mehr verrückte Spiele zu finden. Aber mich hat die Lust verlassen und nachdem mir meine Mum auf die Frage nach dem Sinn des Lebens letztens mit "Spaß haben" antwortete, erlaube ich mir, Google ausfallen zu lassen. Stattdessen greife ich lieber ein Spiel von letztem Mal wieder auf - Powerpoint-Karaoke. Ich habe es zwar noch nie gespielt, aber ich stelle es mir urkomisch vor - so wie stand-up-commedy mit Stichunkten (die man natürlich vorher nicht kennt - sonst wäre es ja keine stand-up-commedy). Ach, ich werde das am besten meinen Helden spielen lassen, der immer versucht, das zu tun, von dem er glaubt, dass es andere Leute cool finden - am besten ein Mädchen. Und da er mal gehört hat, dass Mädels manchmal Probleme haben über Erotik und Sex zu sprechen, versucht er das Thema zu meiden, so dass ihn alle für verklemmt halten. Und nun bekommt er eine Präsentation bei dem Spiel vorgesetzt, bei dem es um z.B. um Dirty Talk oder um irgendwelche skurilen Sexualpraktiken geht...

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Fernsehprogramm

Normalerweise schaue ich nicht sonderlich viel fern. Im allgemeinen halte ich die Unterhaltung nicht für sonderlich unterhaltend und die Filme schaue ich mir lieber auf Video an, weil ich es nicht mag, dass ein Film alle 20 min für 5 min unterbrochen wird - insbesondere dann, wenn es spannend wird. Und ich mag es auch nicht, wenn ich die letzten 2 min vor der Pause noch einmal sehen muss. Aber heute war es wirklich mal unterhaltsam. Insbesondere erstaunlich war es, dass diesmal sowohl RTL als auch Pro 7 Schwergewichte der Unterhaltung in den Ring geworfen haben. RTL mit das Supertalent und Pro 7 mit Schlag den Raab. Das Supertalent hat sehr erfolgreiche Vorläufer in USA (Gewinner: Bianca Ryan) und Großbritannien (Paul Potts) und alles was Raab anfasst, wird irgendwie zu gold.
Wenn man aus USA und UK lernt, wird entweder Tilly oder Ricardo das Supertalent werden. Während der Show haben die meisten Künstler aber nicht so wirklich überzeugt - im Gegensatz zum letzten Mal. Und tatsächlich wird Ricardo zum Supertalent gekürt - er hat es sich auch verdient. Er war derjenige, der seine gute Performance vom letzten Mal halten konnte, wenn man mal von dem kleinen Trompetenknirps absieht, der sich aber nicht so gut vermarkten lässt. Da ist Schlag den Raab schon unterhaltsamer. Jedes Spiel ist neu und man fiebert tatsächlich mit. Einige wünscht man sich selbst man nachzumachen, wenn es nicht so materialintensiv wäre - aber so ein Autoball oder so eine Reaktionswand.
Ich glaube, ich lasse einen meiner Charaktere auch mal irgendwelche verrückten Sachen machen. Vielleicht suche ich mal nach verrückten Spielen in anderen Kulturkreisen…

Privatssphäre

In der gestrigen Ausgabe des Wall Street Journals (5. September 2007) befindet sich ein Artikel von Mark Maremont “Scholars Link Success of Firms To Lives of CEOs (http://online.wsj.com/public/article/SB118839767564312197.html)“. Darin beschreibt er eine Studie, die Hauskäufe sowie der Tod von Familienangehörigen eines CEOs mit der Profitabilität und dem Aktienkurs des von ihm/ihr geleitenden Unternehmens vergleichen. In der Studie wurde herausgefunden, dass der Kauf eines sehr großen Hauses einen negativen Einfluss auf die Unternehmensleistung hat. Dies wird mit der These begründet, dass diejenigen Führungskräfte, die sich ein sehr großes Haus leisten, Freizeit als sehr wertvoll ansehen und sich damit weniger auf die Arbeit konzentrieren. Noch schwerer beeinflusst wird die Leistung durch den Tod eines Familienangehörigen. Allen voran führt der Tod eines Kindes zu einer Underperformance von 20%, während der Tod der Ehefrau noch 15% Leistungsrückgang mit sich bringt. Das zeigt wohl, dass auch die Führungskräfte von Unternehmen “nur” Menschen sind.
Die Frage, die sich automatisch anschließt, ist, ob CEOs demnächst auch zu so öffentlichen Subjekten werden wie Politiker oder Film-/Musikstars. In dem Artikel wird die Frage nicht wirklich beantwortet. Es wird lediglich angebracht, dass viele Investoren keine Skrupel hätten, die Hauskäufe zu recherchieren, während die Suche nach kranken Verwandten als Eingriff in die Privatsphäre betrachtet wird. Ich frage mich dabei jedoch, wieso eine Führungskraft weniger Schutz der Privatsphäre genießen soll als andere Mitglieder der Gesellschaft. Es ist schon so, dass der Vorstand von öffentlichen Unternehmen seine Gehälter offen legen muss. Die meisten Arbeitnehmer würden nicht einmal ihren engsten Freunden mitteilen, was sie verdienen und noch weniger es an die große Glocke hängen. Bei Führungskräften scheint dies jedoch ganz natürlich. Sollen sie nun auch noch darstellen, was sie mit ihrem Geld machen? Will man ihnen irgendwann zumuten, dass sie das Geld, für das sie viel gearbeitet haben zukünftig nicht mehr so konsumieren oder investieren können, wie sie es sich vorstellen, weil der Aufsichtsrat und damit die Anleger fürchten, dass die zukünftige Unternehmensentwicklung und damit der Aktienkurs nicht permanent wächst? Wird es irgendwann so sein, dass man als CEO nicht nur sehr viel arbeitet, sondern komplett sein Leben für ein Unternehmen aufopfert. Was passiert dann, wenn die Führungskraft nicht mehr gebracht wird - hat man dann alles gegeben und kann dann doch nicht glücklich sein, weil man nicht mehr man selbst ist, sondern nur noch eine Marionette der Shareholder? Auch wenn meine Argumentation hier scheinbar anders ausgefallen ist, bin ich kein Gegner des Schareholder Values - im Gegenteil, ich denke, der Markt kann das meiste sehr gut regeln und viele Dinge, die heutzutage “Aufgabe” des Staates sind, wären im Markt besser aufgehoben. Doch man braucht den Staat für eins - Rahmenbedingungen. Diese müssen vom Staat gesetzt und durchgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass jeder! Mensch das gleiche Recht auf Privatsphäre hat.
Vielleicht sollte ich das Thema in dem Buch aufgreifen, in dem einer der Charaktere in einem Unternehmen in führender Position arbeitet und jährlich seine kompletten Ausgaben auflisten muss und diese dann veröffentlicht werden. Irgendwie muss das Thema überspritzt dargestellt werden…

Es allen Recht machen

Brrrh. Ich habe mich gerade so sehr über mich aufgeregt. Dabei war es nur eine Kleinigkeit. Mein Freund hat die Wäsche samt meinen Hemden in den Trockner geworfen. Ich sagte noch, dass ich das für keine gute Idee hatte, weil ich mir das Resultat durchaus gut vorstellen konnte. Doch er meinte, dass dann unsere Putzfrau den nächsten Morgen nicht bügeln könne, weil die Sachen noch nicht richtig trocken sind. Und an dieser Stelle bin ich eingeknickt und hab mich nicht getraut zu sagen, dass ich das erstens nicht glaube und selbst wenn, ist es einfacher, feuchte Hemden zu bügeln als Hemden, die aus dem Trockner kommen. Aber nicht von alledem habe ich gesagt, sondern nur ok. Brrrh.Als die Wäsche dann fertig war, wusste ich, dass es ein Fehler war und wurde wütend, wütend, will ich nichts gesagt habe, wütend, weil ich nie etwas sage in solchen Situationen, sondern immer darauf vertraue, dass er recht hat, so als ob ich selbst kein Hirn hätte. Sicher, häufig hat er Recht, aber auch ohne ihn habe ich durchaus mein Leben gemeistert und bin fähig solche Dinge zu entscheiden und nicht ganz selten habe ich sogar Recht, wie eben und dann ärgert es mich besonders, dass ich meinen Mund nicht aufmache, nur weil ich fürchte, dass er mich wieder belächelt, weil ich fürchte, dass er mich weniger liebt, nur weil ich ihn widerspreche. Ich weiß, dass ist quatsch - zu mindestens, dass er mich weniger lieben wird, dennoch fürchte ich mich davor. Und dass er mich belächelt, und nicht erst nimmt, ist durchaus eine reale Befürchtung.
Na ja. Ich denke, ich werde beiden - bisher erschaffenen - Charakteren diesen Charakterzug oktroyieren. Dann werde ich sie aufeinander treffen lassen und jeweils schon für den anderen vorausdenken lassen, so dass es zunächst zu einigen witzigen Szenen kommt, wo beide aneinander vorbeireden, weil keiner von beiden das ausdrückt, was er im Inneren sich wünscht, sondern nur das, was er glaubt, was der andere will. Das könnte dann so aussehen: A denkt: ach, ich würde heute am liebsten einfach nur faul am Strand rumliegen, aber ich weiß, dass B das nicht mag und dann wirke ich immer so als Looser - außerdem mag sie so gerne Museen. A sagt dann zu B: Hey, ich hab gehört, dass gerade einige Bilder von Monet in der neuen Pinakothek ausgestellt werden, wollen wir nicht dahin gehen. Und sie denkt: ich würde heute am liebsten nur faul am Strand liegen, aber er mag doch so gerne sportliche Aktivitäten und sagt: “Ach, ich würde viel lieber Kart-Fahren und wir können ja noch x und y und z anrufen” und denkt weiter. Ja, dafür wird er mich lieben. Ich kann die drei holen Saufköppe zwar nicht leiden, aber mag sie doch so gerne. Er denkt, och nee, so anstrengend und auch noch die drei holen Saufköppe - die Zeiten sind echt vorbei. Ich weiß gar nicht, was so ein hübsches und gebildetes Mädchen an diesen Grobianen findet und sagt: Cool, klar lass es uns so machen. Sie ärgert sich dann, weil sie den Vorschlag gemacht hat und es ertragen muss, hofft dadurch aber sein Herz zu gewinnen. Er verflucht sich, weil er nicht gesagt hat, was er wollte und tröstet sich, weil er hofft, das sie glücklich ist und ihm dadurch zugetan ist. Dann wird es traurig und irgendwann muss sich das dann auflösen. Weiß noch nicht, wie - vielleicht ein gemeinsamer Freund, dem beide vertrauen oder …

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Gefangen

Leider kann ich von meiner Kunst nicht leben - zumindest nicht mit dem Lebensstandard, den ich mir wünsche. Deshalb arbeite ich. Und ärgere mich ständig darüber, wie wenig selbst bestimmt ich mein Leben gestalten kann. Das kommt insbesondere immer dann zum Ausdruck, wenn ich in anderen Aktivitäten eingeschränkt bin. Wie häufig bekommt man schon eine Einladung, für zwei Wochen in die USA zu gehen und dort im Endeffekt mit dem Menschen, den man am meisten mag, zwei Wochen zu verbringen. Leider kann ich aber nicht einfach einen Flug buchen - es ist ja schon in zwei Wochen, sondern brauche erst das OK von meinem Chef, dass ich diese zwei Wochen Urlaub benötige. Das wäre ja an sich noch nicht so schlimm, aber ich habe ihn unter der Woche nicht erreicht und am Wochenende sollte auch er ein Wochenende für sich und nicht voll mit Arbeit haben (wenn ich das umgehen würde, würde er sich in dieser Richtung auch lautstark und unmissverständlich ausdrücken). Dumm ist nur, dass er ab nächster Woche im Urlaub ist und ich nicht weiß, ob er den Urlaub genehmigt oder nicht. Das führt auch dazu, dass ich jetzt keinen Flug buchen kann und nicht einmal weiß, ob ich das nun am Montag kann. Langsam wird es knapp - die Flüge immer teurer und werde auch noch von meinem Liebsten gedrängt, dass ich verbindlich zu- oder absage.
Aus all diesen Überlegungen entsteht mein zweiter Charakter. Es wird jemand sein, der schon arbeitet - abhängig beschäftigt - und die Zwänge, die damit einhergehen, nicht ertragen mag. Er oder sie sucht nach Auswegen - hin zu einem selbstbestimmten Leben…

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Äußerlichkeiten

Im letzten Beitrag habe ich Jan erfunden. Jan ist ein Student, der mit seinem Studienfach hadert. Hier wird Jan jetzt ein Äußeres verpasst:
Jan ist 24. Er sieht auch so aus. Das heißt, er ist schon aus der Pupertät raus und hat eine reine helle Mischhaut. Aber er sieht noch nicht verlebt aus, sondern hat nur einige, ganz kleine Lachfältchen um die Augen. Jan ist ca. 1,85m groß. Er hat kastanienbraunes, volles Haar, das er für einen Mann ziemlich lang trägt. Aber die Frisur geht noch als Kurzhaarfrisur durch. Es ist immer leicht verwuselt. Jan legt nicht so viel Wert auf seine Haare. Er kämmt sie zwar täglich, aber er styled sie nicht mit Gel oder ähnlichem Zubehör. Dennoch glänzt sein dickes Haar. Hab mal auf cosmoty (da klick ich übrigens auch hin bevor ich zum Friseur gehe) geschaut, ob es Frisurenbilder gibt, die der Frisur von Jan nahe kommen.

Vielleicht fragt ihr euch, wieso ich so lange auf der Frisur rumhacke. Ich glaube, dass eine Frisur ganz stark den Typ Mensch äußerlich bestimmt.
Hm, was gibt es noch zu Jan’s Äußerem zu sagen. Er ist schlank, aber nicht dürr. Er hat einige - insbesondere lange - Muskeln vom Laufen. Alles in Allem ist Jan äußerlich ein ganz passabel aussehender durchschnittlicher 24jähriger Typ…

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Fremdbestimmung

In meinem letzten Beitrag habe ich den Anfang eines Charakters aufgeworfen. Dabei kam ich auf die Idee, jemanden zu kreieren, der etwas studiert und dessen Sinn nicht wirklich erkennt bis er jemandem begegnet, der es toll findet, was er macht.
Wie sieht nun diese Person aus. Zu Beginn ist es jemand, der nur studiert. Er mag sein Studienfach nicht besonders, weil er es doof findet. Er findet es deshalb doof, weil er denkt, dass andere es doof finden könnten bzw. er erwartet, dass es andere doof finden. Hm, aber wenn er es doof findet, wieso studiert er es denn dann? Vielleicht haben ihn seine Eltern dazu überredet. Oder, vielleicht gibt es eine staatliche Stelle, die jedem, der studieren will, einen Studienplatz zuweisen aufgrund seiner Fähigkeiten. Oder vielleicht ist es auch die Universität. Ja, das klingt ganz gut. Es herrscht ein System vor, in dem man sich bei den Unis seiner Wahl bewirbt und dort einen Aufnahmetest machen muss. Man bewirbt sich aber nicht direkt für ein Studienfach, sondern einfach allgemein an der Uni. Der Aufnahmetest ist sehr allgemein und er dient dazu, die Stärken von potenziellen Studenten zu identifizieren. Dann entscheidet die Uni, ob sie denjenigen aufnehmen will und für welches Studienfach. Der Bewerber erhält dann entweder eine Absage oder eine Zusage für ein bestimmtes Studienfach. Nun kann der Bewerber sich zwar entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder nicht, aber im Zweifel ist es in dem System, in dem er lebt, wichtiger an welcher Uni er studiert hat als was er studiert hat. Unser Charakter hat sich also an einer sehr guten Uni beworben und ist in einem Fach angenommen worden, von dem die Uni denkt, dass er das gut kann. Das war halt ein Studienfach, das er selbst als eher fad ansah bzw. wie schon oben erwähnt denkt, dass alle es als ein fades Studienfach ansehen…
So jetzt hab ich schon die ganze Zeit von “er” gesprochen. Es war eigentlich nicht meine Absicht, der Person schon ein Geschlecht zuzuordnen, aber scheinbar gab es in meinem Gedankenfluss schon so etwas wie einen Freud’schen Versprecher. Also bleibe ich jetzt auch beim er. Ich hab auch schon einen Namen: Jan.

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Glücksgefühle

Eigentlich weiß ich es bzw. wusste es schon seit einer halben Ewigkeit - ebenso wie jeder andere. Dennoch war ich immer wieder zu faul, um laufen zu gehen. Ja, ich weiß, dass das Laufen Endorphine ausschütten lässt, ebenso wie alle Sportarten. Dennoch haben sie ganz schön lange auf sich warten lassen. Doch heute kamen sie… Nun bin ich schon das fünfte Mal in drei Wochen gelaufen. Das ist für mich ganz herausragend, da ich doch seit ca. zwei Jahren kaum einen Finger krumm gemacht habe geschweige denn mir Laufschuhe angezogen.
Beim ersten Mal war es tatsächlich mehr eine Quälerei, aber danach fühlte ich mich super. Ich war richtig ausgepowert und das nach nur einer halben Stunde.
Beim zweiten Mal wurde es schon besser. Da habe ich schon das erste Mal an etwas anderes denken können als an das Zählen meiner Schritte: einatmen 1-2-3-4 ausatmen 1-2-3-4 einatmen und so weiter.
Beim dritten Mal war schon recht nett. Ich genoss die Landschaft. Ich jogge immer in München den Kanal zum Nyphenburger Schloss entlang. Auf diesem Kanal schwimmen Enten und Schwäne und ab und zu springt ein Hund ins Wasser… Der Kanal ist von Bäumen gesäumt, so dass man auf den Brücken einen herrlichen Blick hat und man sich in einer Idylle wähnt.
Beim vierten Mal ging es ganz leicht und ich bin sogar noch weiter gelaufen, weil ich noch einkaufen wollte (Sorry an all die armen Leute im Laden, die mich ertragen mussten.).
Tja und heute war es dann so weit: mein fünftes Mal. Zunächst fing es recht anstrengend an. Meine Beine waren schwerer als sonst und ich hatte das Gefühl, dass sie gegen mich statt mit mir arbeiteten. Doch dann merkte ich wie langsam meine Gedanken vom Atemzählen abdrifteten. Ich sah mich schon als Sportlerin - top fit. Sah, wie ich mit Leichtigkeit, nicht nur einmal um den Kanal herumlaufen könne, sondern gleich bis zum Schloss, nein bis in den Schlossgarten und dort eine ganze große Runde. Sah, wie meine Haut immer straffer wurde und jegliches Gramm Fett (wenn man mal vom Busen absieht) in Muskeln umgewandelt war … da waren sie die Endorphine, meine Glücksboten….
Sport ist toll, wenn man sich nur einmal dazu aufraffen kann. Auch wenn ich es schon vorher wusste, so kommt es mir doch wie eine neue Erkenntnis vor. Es reicht nicht, es zu wissen. Man muss es tatsächlich selbst ausprobieren. Nur dann kann man manche Dinge tatsächlich begreifen. Vielleicht sollte ich so eine Geschichte in die Geschichte mit einbauen, bei der jemand erst etwas ausprobieren muss bevor er etwas komplett versteht.
Vielleicht sollte ich wirklich Sport nehmen,
vielleicht aber auch jemanden die große Liebe finden lassen oder
jemand studiert etwas und erkennt nicht den Sinn bis er irgendwann mal jemanden helfen kann oder
jemand studiert etwas und erkennt nicht den Sinn bis er irgendwann mal jemandem begegnet, der es toll findet, was man macht.
Ich glaube, das letzte gefällt mir am besten. Vielleicht hat ja jemand von Euch noch eine Idee für etwas, was man erst wirklich tun muss bevor man etwas versteht…

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