Wieviel Konflikt verträgt ein Buch

Es ist wirklich interessant, wie sich Gedanken weiter entwickeln. Momentan schreibe ich mal Biographien meiner Charaktere zusammen und stelle fest, dass schon mehr Konflikte angesprochen wurden als geahnt.
Zu Beginn lief alles auf den inneren Konflikt in Jan hinaus, in dem es ja darum ging, dass Jan nicht verstand, was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Er studiert zwar Mathematik, aber nur, weil er so an seiner Wunsch-Universität angenommen wurde. Er hadert mit seiner Entscheidung, weil er die Außenwirkung des Studiengangs nicht mag. Er achtet stark auf Meinungen anderer.

Gleichzeitig spielt Bildung eine große Rolle. Ein Volk, in dem Bildung unwichtig geworden ist, zerbricht daran. Eine junge nach Bildung Hungrige will dies ändern nachdem sie in einem anderen Land Auswirkungen von Bildung gesehen hat - wie gut es den anderen geht.

Gerade während ich dies hier schreibe, erscheint es mir gar nicht mehr so abwegig, beides darzustellen. Vielmehr kann beides miteinander kombiniert werden. So gewinnen beide Charaktere etwas. Er gewinnt Selbstvertrauen, welches er so nötig hat. Sie gewinnt Methoden, um ihrem Volk zu helfen. Hm, im ersten Moment erscheint es, dass sie viel mehr gewinnt. Allerdings könnte so dargestellt werden, dass nicht entscheidend ist, wie vielen Menschen geholfen wird - einem oder mehreren Millionen. Sondern es kommt vielmehr darauf an, rechte Mittel zum Helfen zu finden.

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