Vergewaltigung der Gefühle

Vor einer Woche habe ich Ken Follets sehr gute Geschichte "Türme der Welt". Es gab nur zwei mir nicht verständliche und damit grausame Stellen. Eine erschient notwendig im Nachhinein, aber die andere bleibt unverständlich.

1. Merthin lebt noch bei seinem Meister im Haus. Tochter des Meisters flirtet mit Merthin Was macht Merthin? Er geht einfach mit ihr ins Bett, obwohl er eine andere liebt. Das war für mich komplett unverständlich, zumal es nur ganze 10 Sekunden gedauert hat bis alles vorbei war. Andererseits sind diese 10 Sekunden sehr notwendig, damit Geschichte ihren Lauf so nehmen kann. Tochter des Meisters ist schwanger. Merthin soll daraufhin Tochter des Meisters heiraten, was er jedoch ablehnt, nachdem er herausfindet, dass Merthin nicht Vater des Kindes sein kann. Folglich verliert er seine Lehrstelle verliert. Deswegen muss er sich durch andere Jobs durchschlagen mithilfe derer er seine Fähigkeiten als guter Bauherr beweisen kann. Dadurch wird er angesehener als er es jemals hätte sein können, wenn Merthin bei seinem Meister geblieben wäre. Also erklärt Notwendigkeit diese Vergewaltigung der Gefühle.

2. In einem Nebensatz wird erwähnt, dass Merthin einen steifen Arm bekommt, weil er von einem Balken getroffen wird. Dies geschieht allerdings schon recht spät. Es hat keinen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Eine einzige Erklärung wäre, dass Ken Follet Angst hatte, das Ende seiner Geschichte zu kitschig zu gestalten.
In meiner Geschichte wird es solche Grausamkeiten nur geben, wenn sie für die Geschichte notwendig sind - ich fühle sonst zu sehr mit den Charakteren mit.

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