Philosophie des Geistes - Simulationstheorie

Philosophie des Geistes war mein zweiter Vortrag heute. Philosophie, weil philosophische Erklärungsmodelle vorgestellt wurden. Geist, weil Zusammenhang zwischen Körper und Geist betrachtet wurde. Alles in allem war es ein recht verworrener Vortrag. Aber eine interessante Philosophie-Schule wurde angerissen: Transhumanismus mit Nick Bostrom als einer der wichtigsten Vertreter. Unsere Dozentin stufte den Transhumanismus als gefährlich ein. Etwas als gefährlich zu deklarieren, regt natürlich an, mal im Internet zu stöbern, was denn so gefährlich daran sei. Dabei ist ein Paper von Nick Bostrom aufgepoppt, das wie philosophische Grundlagen des Films Matrix wirken: Are You Living In a Computer Simulation? Nick Bostrom. Philosophical Quarterly, 2003, Vol. 53, No. 211, pp. 243-255. (Erster draft 2001. http://www.simulation-argument.com/)

Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass Matrix 1 schon 1999 in die Kinos kam, also 2 Jahre vor dem ersten Draft des Artikels. Hm, wer hat wohl wen beflügelt? Auf jeden Fall sehr spannend, dass Science Fiction Literatur/Film in der modernen Philosophie tatsächlich Beachtung finden...

Mir unverständlich bei Nick Bostroms Philosophie bzw. Simulationstheorie ist, warum im Programmiercode die Funktion mit enthalten sein soll, dass wir darüber nachdenken können, in einer Simulation zu leben. Nur, wenn wir es denken können, ist es möglich, sich gegen das System (in diesem Fall Computersimulation) aufzulehnen. Also wäre es unlogisch, denn so bringt der Programmiercode sich selbst in Gefahr, was aus Evolutionsgesichtspunkten dumm wäre.

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