Erzählperspektive

Beim Versuch ein paar Zeilen zu schreiben, fiel mir recht schnell auf, dass es recht schwierig war, die Erzählperspektive festzuzurren. Im ersten Moment strebte es nach objektivem Erzählen - einfach alles von außen zu betrachten. So erfährt der Leser alles. Mein Lieblingsautor Hermann Hesse hat dies häufig so gemacht. Auch wenn er das Leben eines einzelnen verfolgte, beschrieb Hesse es häufig in der dritten Person. Dennoch berühren mich seine Geschichten.
Wenn ich allerdings sonst in meinem Bücherregal stöbere, sind die meisten mich berührenden Geschichten in der Ich-Perspektive geschrieben. Mit berühren ist nicht faszinieren gemeint. Auch ein Harry Potter hat mich stark fasziniert. Berührt hat er mich allerdings nicht. Berührt dagegen hat mich z.B. Twilight (und das obwohl ich viel älter als die Zielgruppe bin). Twighlight zeigt dem Leser, was die Protagonistin denkt und fühlt. So ist es einfacher, sich in den Hauptdarsteller hineinzuversetzen. Und das bewegt. Meine Geschichte soll die Menschen ja zum Denken anregen. Dies funktioniert am besten, wenn sie berührt werden - sowohl emotional als auch geistig. Deshalb wird die Geschichte in der ICH-Perspektive geschrieben. Hauptdarsteller wird das junge Mädchen sein, die keine Bildung genossen hat, diese aber unbedingt ihrem Volk bringen möchte.

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